Autoorientierte Straßenplanung

Das Ingenieurbüro Fernkorn & Klug von CDU-Stadtrat Hanspeter Fernkorn bekam von der Stadt erneut einen Auftrag ohne Ausschreibung oder Teilnehmerwettbewerb. Es sollte die Sanierungsplanung für die Funken- und Ochsengasse erstellen, die 2015 erneuert werden sollen. Ohne Ausschreibung oder Teilnehmerwettbewerb hatte er auch schon alle anderen wesentlichen Aufträge für die Straßenerneuerungen der letzten Jahre bekommen. Das waren z.B. die Boxberger-, Kapuziner-, Kolb-, Marien-, Michling-Straße und der Deutschordensplatz. So autofreundlich wie diese bereits gebauten Straßen sehen nun auch seine Pläne für die Funken- und Ochsengasse aus.

 

Herr Fernkorn präsentiert dem Gemeinderat zwar jeweils mehrere Varianten. Diese unterscheiden sich aber nicht wirklich voneinander. Einmal verschwenkt der Fahrstreifen ein wenig, ein andermal werden die Parkplätze anders angeordnet. Grundsätzlich verschiedene Lösungen bietet er nicht an. Seine Pläne bevorzugen stets die Interessen des Autoverkehrs. Es werden breite Fahrspuren für die Autos und möglichst viele Parkplätze angelegt. Der Fußverkehr wird auf die kümmerliche Restfläche verwiesen, die oft nur 1,50 Meter breit ist. Moderne shared-space-Konzepte vermissen wir in den Plänen von Herrn Fernkorn. Daher verbleibt dem Gemeinderat nur die Entscheidung zwischen Scheinalternativen. Wieder einmal wird eine Chance verspielt.

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