Stadtrat Hubert Schmieg repräsentierte Bad Mergentheim in Digne-les-Bains

Partnerschaftskommittees aus Digne-les-Bains, Borgomanero und Bad Mergentheim
Partnerschaftskommittees aus Digne-les-Bains, Borgomanero und Bad Mergentheim

Digne-les-Bains, die Partnerstadt Bad Mergentheims in Südfrankreich, hat zur Lavendelmesse eingeladen. Grünen-Stadtrat Hubert Schmieg war als einziger Stadtrat Teil der dreiköpfigen Mergentheimer Delegation, die dieser Einladung gefolgt ist und damit, wie auch eine Delegation aus der italienischen Partnerstadt Borgomanero, die Städtepartnerschaft pflegte. Die französischen Gastgeber hatten sich viel Mühe gegeben und ein attraktives Rahmenprogramm zusammengestellt. Nachfolgend sein Reisebericht:

„Auf der Messe wurde Lavendel in seinen verschiedenen Formen Lavande und Lavandin vorgestellt: Veredelt in vielfältigen Produkten wie Parfüm, Seife, Öl und Duftsäckchen, als getrocknete Blüten, Samen oder destilliert. Die Messe gilt auch als wichtige Verbrauchermesse regionaler Handwerker und ihrer Produkte. Zusätzlich aufgewertet wurde sie durch ein Unterhaltungsprogramm. Als besondere Attraktion traten Camargue-Reiter mit ihren Reitkünsten auf dem zentralen Platz von Digne-les-Bains auf, der außerhalb der Lavendelmesse für das Petanque-Spiel reserviert ist.

Am zweiten Tag standen historische Autos bereit für einen Ausflug ins bergige Hinterland mit herrlichen Ausblicken auf das geologisch einzigartige Umland. Es wurde von der UNESCO als der erste Geopark zertifiziert. Auf dem Rückweg machten wir Halt in Sisteron, besichtigten das interessante Museum „Terre et temps“ und verweilten länger an großer Tafel bei französischem Essen, so wie wir das noch einige Male in großer Vielfalt erleben durften. Ein Teilnehmer fand, dass Essen doch einen guten Teil der Städtefreundschaft ausmacht. Die Teilnehmer unterhielten sich bestens kreuz und quer auf Italienisch, Französisch und Deutsch.

Digne als Badestadt: Die Thermen haben im Vergleich zur Kur und Reha in Bad Mergentheim weniger wirtschaftliche Bedeutung. 12 Festangestellte und bis zu 89 Saisonkräfte sorgen für Gesundung bei Rheumaerkrankungen und HNO-Problemen. Die Gemeinde erbaut, wenn die Finanzierung gesichert ist, daneben einen Wellnesstempel und hofft, so neue Kunden zu gewinnen. Die Thermen befinden sich drei Kilometer außerhalb von Digne, sind aber bestens mit dem Stadtbus angeschlossen, der alle 20 Minuten fährt.

Ein Resümee zur Städtepartnerschaft: Sie ist, ebenso wie einige über lange Zeit für die Freundschaft Engagierte, in die Jahre gekommen und erlahmt. Sie wird derzeit nur noch getragen von Kontakten der Feuerwehr und wenigen Vereinsaktivitäten. Früher maßgeblich am Austausch beteiligte Schulen haben aktuell viel Steigerungspotenzial. Frische Ideen für neuen Schwung sind gefragt.

Wir erlebten beim Besuch in Digne überragende Gastfreundschaft und sagen herzlich danke.“

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