"Uns hat etwas gefehlt und wir haben's nicht gemerkt"

Dritter Brückenheiliger kommt

Foto des Brückenheiligen St. Nepomuk in Markelsheim
St. Nepomuk

Am Ende des zweiten Weltkriegs wurde die Tauberbrücke in Markelsheim gesprengt. Zwei der drei darauf befindlichen Brückenheiligen waren weitgehend erhalten geblieben und konnten später wieder restauriert werden. Der dritte war dagegen unwiederbringlich zerstört. Seither musste Markelsheim also mit zwei Brückenheiligen auskommen. Beim derzeit laufenden Neubau der Brücke soll nun eine Rekonstruktion des dritten Brückenheiligen St. Nepomuk aufgestellt werden.

Wir Grüne sind der Ansicht, dass eine solche freiwillige Leistung der Stadt nur dann in Frage kommt, wenn die Kosten dafür zu einem Großteil privat aufgebracht werden. Die Stadt hat noch nicht einmal genügend Geld, um ihre Pflichtaufgaben zu erfüllen. Zusätzliche freiwillige Ausgaben kann sie sich nicht leisten. Den städtischen Kostenanteil wollten wir auf 20% begrenzen. Auch bei einer hälftigen Finanzierung seitens der Stadt hätten wir noch zustimmen können. Bis dato sind allerdings erst 6.968,37 €, d.h. rund 10% der Kosten eingegangen, 90% bleiben an der Stadt hängen. Die Markelsheimer versprechen zwar, dass weiter gespendet werde, selbst wenn der Brückenheilige auf Kosten der Stadt bereits steht. Wir glauben das nicht. Das geringe Spendenaufkommen zeigt unseres Erachtens, dass das Interesse der Markelsheimer an dem dritten Brückenheiligen nicht allzu hoch sein kann. Sein Fehlen ist in Markelsheim laut Franz Imhof ja gar nicht bemerkt worden.

Wir hatten vorgeschlagen, den Auftrag zurückzustellen, bis noch mehr Spenden eingegangen sind. Der Bauausschuss hat ihn aber gegen unsere drei Stimmen erteilt.

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